Fakultät für Betriebswirtschaft
print

Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

LMU-Doktorand erhält renommierten Stiftungspreis

Johann Kranz für seine Doktorarbeit zu Smart Grids ausgezeichnet

13.10.2011

Stuttgart/München, 10.10.2011 – Vergangenen Freitag erhielt Johann Kranz für seine Arbeit über intelligente Stromnetze („Smart Grids“) den mit 5000 Euro dotierten Dissertationspreis der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung. Sein Doktorvater Arnold Picot von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sagte bei der Laudatio vor mehr als 200 geladenen Gästen im Neuen Schloss in Stuttgart, dass „die Arbeit den schwierigen Spagat zwischen wissenschaftlicher Präzision und praktischer Relevanz in außerordentlichem Maße bewältigt“.

In seiner kumulativen Dissertation beschäftigte sich der Preisträger mit Fragen der Technolo-gieakzeptanz und Regulierung von innovativen IKT-Technologien und -Infrastrukturen in Smart Grids. Besonders im Fokus standen dabei so genannte intelligente Stromzähler („Smart Meter“), die in der Lage sind, genaue Informationen zu Stromverbrauch und -produktion aufzuzeichnen und weiterzugeben. „Diese Daten werden in einem zunehmend von dezentral und regenerativen Energiequellen geprägten Energieversorgungssystem immer wichtiger“, sagt Kranz, „sonst können viele der angedachten Vorteile gar nicht erst realisiert werden“.

Insgesamt lagen der Stiftung, die den Preis schon seit 1989 vergibt, in diesem Jahr 28 Arbeiten vor, allesamt mit der Bestnote „summa cum laude“. Neben Kranz wurde auch Robert Gregory von der Universität Göttingen ausgezeichnet. Ein Kuriosum, denn die beiden werden ab nächs-tem Jahr, wenn Kranz seinen Dienst als Juniorprofessur in Göttingen aufnimmt, Kollegen sein.

Wie in seiner Promotion wird sich Kranz dort weiterhin mit Themen rund um die Konvergenz zwischen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und dem Energieversor-gungssystem beschäftigten. „Gerade auch nach der beschlossenen Energiewende, stellen sich viele drängende und wichtige Fragen, wie der Umbau des Versorgungssystems ökologisch nachhaltig und ökonomisch effizient gestaltet werden kann“, bemerkt Kranz. „Es besteht also auch in Zukunft kein Mangel an weiteren spannenden Forschungsthemen“, fügt er scherzhaft hinzu.