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Industrie 4.0 in Deutschland - Evolution statt Revolution

MHP und IBIS veröffentlichen das zweite Industrie 4.0 Barometer - zur Studie und zum Artikel im Handelsblatt

19.12.2019

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MHP und das IBIS (Internet Business and Internet Services) veröffentlichen das zweite Industrie 4.0 Barometer

Das diesjährige Industrie 4.0 Barometer zeigt deutlich, dass das Bewusstsein für Industrie 4.0 branchenübergreifend gestiegen ist. Der Einsatz von Industrie-4.0-Technologien verlagert sich zunehmend von der Experimentierphase in die Test- und Pilotphasen. „Von der Vernetzung über Produktionsstandorte und Unternehmensgrenzen hinweg ist die Wirtschaft allerdings noch weit entfernt. Im Fokus stehen weniger disruptive Ziele wie etwa die schrittweise Vernetzung des Maschinenparks.“, sagt Tom Huber, Head of Operations Performance & Strategy bei MHP.

Zentrale Hemmnisse für den Roll-out von Industrie 4.0 stellen IT-Legacy-Systeme und Datensilos dar – insbesondere bei Großunternehmen. Zusätzlich bremsen organisatorische Rahmenbedingungen den Wandel. Demnach fehlt es bei mehr als der Hälfte der Unternehmen aufgrund des Tagesgeschäfts an Kapazitäten für die Umsetzung von Industrie 4.0. Ebenso mangelt es an Zusammenarbeit über Funktionsbereiche hinweg und an Fachkräften, die die Digitalisierung der industriellen Produktion gestalten können. Bei vielen Unternehmen ist auch Unsicherheit zum wirtschaftlichen Mehrwert von Investitionen in Industrie 4.0 ein Hemmnis.

Auffällig ist auch, dass die Unternehmen ihren strategischen Fokus verstärkt auf die Reduktion von Kosten und die Steigerung der Prozesseffizienz legen, während der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle eine zunehmend untergeordnete Bedeutung zukommt. Johann Kranz, Professor für Internet Business and Internet Services, sieht in dieser eher evolutionären statt revolutionären Entwicklung einen Ausdruck der wachsenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit: „Viele Unternehmen sind aufgrund der sich eintrübenden konjunkturellen Lage und Handelsrisiken eher abwartend und schrecken vor großen Investitionen, die wiederum mit Unsicherheit behaftet sind, zurück.“

Zur Studie

Zum Artikel im Handelsblatt

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