Fakultät für Betriebswirtschaft
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Bilanz der ersten digitalen Prüfungsphase im Sommersemester 2020

aus Sicht des ISC

29.10.2020

In enger Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss, der Fakultät für Betriebswirtschaft sowie der Volkswirtschaftlichen Fakultät und unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen und des Datenschutzes hat das ISC in einem 4-köpfigen Team innerhalb weniger Wochen das Konzept der digitalen Take-Home Klausuren entwickelt, um unseren Studierenden auch in diesem besonderen Corona-Semester einen möglichst normalen Studienfortschritt zu ermöglichen. In kürzester Zeit wurde die Idee unter Nutzung der verfügbaren Infrastruktur technisch umgesetzt. Es wurden ausführliche Anleitungsdokumente und Videos erstellt, ein technisches Unterstützungssystem entwickelt, sowie eine umfassende Testphase mit Studierenden und Lehrstühlen durchgeführt.

Rückblickend wurde die vergangene Prüfungsphase im Wesentlichen ohne grundlegende Probleme bewältigt: insgesamt wurden mehr als 55.000 (!) Dateien verarbeitet, bis auf wenige Ausnahmen konnten die geschriebenen Klausuren reibungslos abgewickelt werden. Während des Prüfungszeitraums wurden die Studierenden im technischen Support über Zoom unterstützt. Die Anliegen der Studierenden konnten über diese Plattform weitgehend prompt und zielorientiert geklärt werden, was sich auch in dem insgesamt positiven Feedback der Studierenden zu Organisation und Durchführung der Prüfungen widerspiegelt. Im Nachgang der Klausuren sind wir am ISC momentan engagiert, die vereinzelten technischen Probleme, die z.B. während des Klausur-Uploads aufgetreten sind, zu klären. Wir sind zuversichtlich, mit den Learnings aus Runde 1 für ein uns erwartendes digitales WS 20/21 gut gerüstet zu sein.

Auch für unsere Studierenden war die Herausforderung in dieser ersten digitalen Prüfungsphase groß: auf ein außergewöhnliches Semester folgte ein ungewohntes Klausurformat, zu den „normalen“ Klausurbedingungen kamen noch technische Themen, die bewältigt werden mussten. Der Großteil unserer Studierenden hat tolle Anpassungsarbeit geleistet. Wir haben viele gute Leistungen gesehen und die Mehrheit hat sich ehrlich an die Regeln des Open-Book-Formats gehalten und einen respektvollen Umgang mit dem in sie gesetzten Vertrauen gepflegt. Dennoch ist leider aufgefallen, dass das digitale Prüfungsformat nicht wenige Studierende zu regelwidrigem Verhalten verleitet hat. Die Zahl der Täuschungsversuche ist im Sommersemester 2020 sprunghaft angestiegen. In sehr vielen Fällen konnte der Unterschleif aufgedeckt, nachgewiesen und entsprechend geahndet werden. Daher wollen wir nochmals klarstellen: Täuschung ist kein Kavaliersdelikt und entspricht nicht dem Anspruch der beiden Fakultäten, integre Absolventen mit einem soliden moralischen Kompass hervorzubringen. Lehrstühle, ISC und Prüfungsausschuss sind für dieses Thema höchst sensibilisiert. Im Interesse der großen Mehrheit an ehrlich arbeitenden Studierenden werden wir auch künftig äußerst entschlossen gegen versuchte Täuschung vorgehen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass der Prüfungsausschuss Studierende in schwerwiegenden oder wiederholten Fällen nachgewiesener Täuschung auch von der Erbringung einzelner oder aller weiteren Modulprüfungen ausschließen und sie in letzterem Fall gem. Art. 49 Abs. 2 Nr. 3 BayHSchG exmatrikulieren lassen kann.

In diesem Sinne: nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Auf in die nächste Runde, wir alle hoffen auf ein gutes und produktives neues Wintersemester 2020/21. Stay safe and play fair!